K.O. Kriterienkatalog

Kurzbeschreibung

Mit Hilfe des K.O. Kriterienkatalogs wird systematisch verhindert, dass Produktideen, die schon aufgrund weniger Informationen als erfolglos eingestuft werden können, unnötig weiterverfolgt werden. Um diese Vorauswahl durchführen zu können wird eine Liste sogenannter K.O. Kriterien erstellt.

Ziel der Methode ist es, in der Phase der Produktfindung eine Vorauswahl gefundener Produktideen treffen zu können ohne eine vollständige Bewertung dieser Produktideen vornehmen zu müssen. Somit kann eine detaillierte Recherche, die zur Bewertung von Produktideen nötig wäre zumindest für solche Produktideen vermieden werden, die schon aufgrund weniger Informationen als erfolglos eingestuft werden können.

Bei der Anwendung dieser Methode sind die folgenden Schritte zu bearbeiten:

  • Selektion derjenigen Kriterien aus der Bewertungsmatrix, die bei Über- oder Unterschreitung einer bestimmten Ausprägung bzgl. der Erfolgswahrscheinlichkeit der Produktidee zu kritischen Kriterien werden können
  • Festlegen der Unter- oder Obergrenze einer bestimmten Merkmalsausprägung, deren Unter- bzw. Überschreitung dazu führt, dass eine Produktidee als erfolglos verworfen werden kann
  • Durchlaufen der K.O. Kriterien für jede neue Produktidee und Abschätzung, ob die Kriterien erfüllt werden

K.O. Kriterien: K.O. Kriterien sind dabei Merkmalsausprägungen bei deren Nichterfüllung sich eine weitere Recherche zwecks Bewertung deshalb erübrigt, weil eine Produktidee ohne die Erfüllung dieser Merkmale von vorneherein als wenig erfolgreich verworfen werden kann.

Grundlage zur Bestimmung der K.O. Kriterien: Die Grundlage zur Bestimmung der K.O. Kriterien bieten die Kriterien der Bewertungsmatrix, die im Idealfall bereits zu Beginn der Produktfindung festgelegt werden.

Während der Recherche neuer Produktideen stellt sich oft heraus, dass bestimmte unverzichtbare Anforderungen an ein Produkt von der neuen Idee nicht erfüllt werden und auch nicht durch die Erfüllung anderer Anforderungen kompensiert werden können. Wird diese Nichterfüllbarkeit nicht frühzeitig festgestellt, führt dies zu einer aufwendigen Recherche mit dem Ziel, die Idee anschließend anhand einer Vielzahl von Kriterien bewerten zu können. Der Vorteil dieser Methode ist daher, dass mit Hilfe des K.O. Kriterienkatalogs systematisch verhindert wird, dass Produktideen, die schon aufgrund weniger Informationen als erfolglos eingestuft werden können, unnötig weiterverfolgt werden.

Bzgl. der Festlegung der K.O. Kriterien ist zu beachten, dass diese für jedes Innovationsprojekt neu bestimmt werden müssen. So kann es z.B. sein, dass bei einem Produkt der erzielbare Preis ein K.O. Kriterium ist und dieser bei andern Produkten überhaupt nicht von Bedeutung ist.

Entscheidend für die Methode ist auch, dass es sich bzgl. der Erfüllung der K.O. Kriterien weitgehend um grobe Schätzungen handelt. Erst wenn man bei einem Kriterium an die kritische Grenze stößt, wird eine detailliertere Recherche notwendig.

Eingangsinformationen

Bewertungskriterien


Ausgangsinformationen

Produktideen, die die K.O. Kriterien erfüllen und daher detaillierter recherchiert werden sollten.

Experten

  • WZL - Laboratorium für Werkzeugmaschinen und Betriebslehre der RWTH Aachen, Prof. Schuh (http://www.wzl.rwth-aachen.de
  • Heinz Nixdorf Institut,
    Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gausemeier
    (http://www.hni.uni-paderborn.de/spe)
  • UNITY AG
    (
    http://www.unity.de)