Zielhierarchie

Kurzbeschreibung

Die Zielhierarchie erleichtert das Auffinden relevanter Ziele durch Aufteilung und Priorisierung aller formulierten Unternehmensziele in Ober- Zwischen- und Unterklassen. Mit Hilfe dieser Methode werden von einander abhängige, irrelevante oder konkurrierende Ziele herausgestellt.

Die Absicht der Methode ist die Erstellung einer Ziel-Rangfolge durch schrittweises Konkretisieren und Ordnen der verschiedenen Ober-, Zwischen- und Unterziele nach einer Mittel-Zweck-Struktur. Dabei sollen auch die einzelnen Beziehungen der Ziele untereinander sowie gegenseitige Auswirkungen verdeutlicht werden.

In einem ersten Schritt erfolgt die Festlegung der Zielinhalte, bei denen zwischen Sachzielen und Formalzielen unterschieden werden kann. Anschließend ist eine Charakterisierung des Zielerreichungsgrades anhand der Dimensionen Qualität, Quantität und Zeit notwendig, um eine spätere Überprüf- und Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Nach der Zielcharakterisierung sind die Zielbeziehungen sowie gegenseitige Einflüsse zu ermitteln und festzuhalten. Dabei werden im Grunde drei Arten von Zielbeziehungen unterschieden:

  • Komplementäre Ziele:   Zwei formulierte Ziele beeinflussen sich gegenseitig positiv. Die Arbeit an  einem Ziel führt gleichzeitig zur Erhöhung des Erreichungsgrades eines       anderen Ziels. Folglich entstehen Synergieeffekte.
  • Konkurrierende Ziele:   Zwei formulierte Ziele Beeinflussen sich gegenseitig negativ. Die Arbeit     an einem Ziel gefährdet ein anderes Ziel oder schließt es gänzlich aus.
  • Indifferente Ziele:          Zwei formulierte Ziele beeinflussen sich gegenseitig nicht. Die       Veränderung des Erreichungsgrades eines Ziels hat keine Auswirkungen        auf den Erreichungsgrad eines anderen Ziels.

Sind die Zielbeziehungen bekannt, können die Ziele durch Ordnung nach einer Mittel-Zweck-Vermutung in eine Rangfolge, die sog. Zielhierarchie gebracht werden (siehe Abbildung). Dabei wird zwischen Ober-, Zwischen und Unterzielen unterschieden. Liegen konkurrierende Ziele vor, lässt sich durch eine anschließende Gewichtung und Einteilung in Haupt- und Nebenziele eine Priorisierung der Ziele auf gleicher Hierarchieebene erreichen.

Abb. 1: Zielhierarchie mit Ober-, Zwischen- und Unterzielen

Der Vorteil der Zielhierarchie ist, dass die Fokussierung auf untergeordnete oder sogar gegenläufige Ziele verhindert wird. Darüber hinaus wird durch den Einsatz der Methode sichergestellt, dass bei der Gewichtung Ziele nicht überbewertet werden und diesen damit keine zu hohe Priorität zukommt.

Eingangsinformationen

  • Unternehmensziele

    Ausgangsinformationen

    • Oberziele
    • Zwischenziele
    • Unterziele
    • Hauptziele
    • Nebenziele