TRIZ

Kurzbeschreibung

Die TRIZ-Methodik unterstützt das systematische Erfinden bei technischen Problemstellungen und ist ein geeignetes Hilfsmittel um Denkblockaden zu überwinden. Es handelt sich um eine Sammlung methodischer Werkzeuge, mit deren Hilfe systematisch neuartige, sinnvolle Produktlösungen generiert werden können.

Ziel der Methode ist es, durch eine abstrahierte Darstellung des technischen Problems, die anschließende Lösungssuche mit Hilfe einer Vielzahl verschiedener Werkzeuge und die Rückübertragung auf konkrete Gegebenheiten Problemlösungen zu entwickeln.

Die Theorie des erfinderischen Problemlösens (TRIZ) geht zurück auf GENRICH

ALTSCHULLER. Er analysierte umfassend Patente und kam zu folgenden Erkenntnissen:

  • Der Widerspruch ist zentrales, Innovationen provozierendes Element technischer Probleme. Innovative Lösungen werden nicht durch Kompromisse, sondern durch das Überwinden d.h. Auflösen von Widersprüchen erreicht.
  • Viele Probleme wurden bereits in anderen Gebieten und Branchen unter anderem Namen, aber prinzipiell vergleichbar gelöst. Dieses Wissen kann genutzt werden, um konkrete Probleme zu lösen.
  • Die systematische Analyse eines Problems und das systematische Vorgehen führen häufig schon zu innovativen Problemlösungen.
  • Die Weiterentwicklung technischer Systeme folgt bestimmten (Evolutions-)Gesetzen.

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen sind zahlreiche TRIZ-Werkzeuge entwickelt worden. Sie verfolgen die systematische Analyse eines vorliegenden Problems und verwenden die von ALTSCHULLER herausgearbeiteten Muster zur Lösungsfindung.

Wie in Abbildung 1 prinzipiell dargestellt, führt die Analyse des Problems zu einer Problemabstraktion, die im Kern aus einem Widerspruch besteht, der unter Einsatz eines methodischen Werkzeugs überwunden werden kann. Die daraus resultierende abstrakte Lösung wird abschließend auf die konkrete Welt übertragen.

In der Präsentation ist eine Beschreibung unterschiedlicher TRIZ-Werkzeuge zur Lösung von abstrakten Problemen zu finden.

Abb. 1: Abstraktion technischer Probleme nach der TRIZ-Methodik

TRIZ stellt eine Möglichkeit dar, den Produktfindungs- und Problemlösungsprozess zu systematisieren. Die Bereitstellung einer Sammlung von Werkzeugen zur Überwindung technischer Wiedersprüche unterstützt dabei den Prozess der Lösungsfindung. Darüber hinaus werden die eigenen Kompetenzen durch die Nutzung von bereits vorhandenem Wissen und vorhandener Lösungen ergänzt.

To top

Literatur

  •   Hrsg. u. a. v. Rolf Herb, Thilo Herb, Veit Kohnhauser: TRIZ. Der systematische Weg zur Innovation - Werkzeuge, Praxisbeispiele, Schritt-für-Schritt-Anleitungen - Mod. Industrie, La., ISBN: 3478919800, 2000
  • John Terninko, Alla Zusman, Boris Zlotin (Hrsg. Rolf Herb): TRIZ. Der Weg zum konkurrenzlosen Erfolgsprodukt - Ideen produzieren. Nischen besetzen. Märkte gewinnen - Mod. Industrie, La., 1998
  • Herwig Teufelsdorfer, Anthony Conrad: Kreatives Entwickeln und innovatives Problemlösen mit TRIZ/ TIPS - Einführung in die Methodik und ihre Verknüpfung mit QFD . Wiley-VCH Verlag GmbH, ISBN: 3895781037
  • Yuri Salamatov: TRIZ: The Right Solution at the Right Time - A Guide to Innovative Problem Solving Insytec B.V., ISBN: 9080468010, 1999
  • OV: Tagungsband TRIZ Future Conference 2001 7.-9. November 2001, Bath, UK; ISBN: 9077071016
  • Walter Eversheim (Hrsg.): Innovationsmanagement für technische Produkte Springer Verlag, Berlin, ISBN: 3540434259, 2002
  • Carsten Gundlach, Horst Th. Nähler (Hrsg.): Innovation mit TRIZ, Konzepte, Werkzeuge,Praxisanwendungen, ISBN 3-936608-74-1


Eine ausführliche Literaturliste zur TRIZ-Methodik finden Sie unter: www.trizminsk.org/eng/book.htm

    Informationen über System und dessen Umfeld

    • Systembezeichnung
    • Primäre nützliche Funktion des Systems
    • Derzeitige oder wünschenswerte Systemstruktur
    • Arbeitsweise des Systems
    • Systemumfeld

    Informationen zur Problemsituation

    • Angestrebte Verbesserung des Systems oder ein Nachteil, der eliminiert werden soll (Mechanismus oder Wirkweise des Nachteils)
    • Ökologische Belastung, die durch das System hervorgerufen wird (Mechanismus oder Wirkweise oder Belastung)

    Veränderungen des Systems

    • Erwünschte Systemänderung
    • Grenzen der Systemänderung 

    Auswahlkriterien für Lösungskonzept

    • Angestrebte technische Eigenschaften
    • Angestrebte ökonomische Eigenschaften
    • Angestrebte ökologische Eigenschaften
    • Angestrebter Zeitplan
    • Erwartungsgemäße Neuartigkeit
    • Andere Auswahlkriterien
    • Historie von Lösungsversuchen
    • Vorangegangene Versuche zur Problemlösung
    • Andere Systeme, die ein ähnliches Problem beinhalten
      • Produktideen
      • Lösungsideen
      • Produktkonzepte